Alles begann mit diesen sechs Briefen, die mir mein Amsterdamer Grossvater bis zu seinem Tod geschrieben hatte, als ich erst fünf Jahre und des Lesens und Schreibens noch unkundig war. Als Sechzehnjährige bekam ich die Briefe ausgehändigt, las sie und beschloss: Eines Tages würde ich die Rätsel, die sich um meinen Grossvater rankten, lösen.

Warum ist mein Grossvater Arnold, der 1914 als Sechzehnjähriger von Amsterdam in die Schweiz gekommen war, nicht mehr nach Holland zurückgekehrt? Wer war die rätselhafte Frau, die ihn damals begleitete und bis an ihr Lebensende mit ihm und seiner späteren Familie unter einem Dach lebte? Warum haben seine Kinder und Kindeskinder ihre holländischen Verwandten nie kennengelernt?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, habe ich Archive quer durch Holland und die Schweiz abgeklappert, Schauplätze besucht und Zeitzeugen befragt. Dabei bin ich auf so viel Überraschendes gestossen, dass ich mir nicht anders zu helfen wusste, als dieser Wucht von Eindrücken und Erkenntnissen mit einem Roman Luft zu verschaffen. 

Und hier ist er nun, dieser autofiktionale Roman. Dieser Roman im Briefpelz? Diese Ode an die Liebe und wider das Vergessen? Die Antwort darauf, was Kunst mit sozialer Gerechtigkeit zu tun hat? Finde es heraus!



Filterlos oder die Reparatur der Vaterlinie ist mein erster Roman und am 9.März 2026 beim Zytglogge Verlag erschienen.